necta Blog
Digitale Warenwirtschaft in Pflege- und Seniorenheimen:
Wie transparente Preisvergleiche fünfstellige Einsparungen ermöglichen
Nach über zwei Jahrzehnten im Austausch mit Küchenleiter:innen, Einkäufer:innen und Verantwortlichen aus Pflege- und Senioreneinrichtungen sehe ich in ihren Einkaufsprozessen immer wieder dieselben Muster: Preise, die kaum vergleichbar sind, Lieferantenlisten, die historisch gewachsen sind, und Entscheidungen, die oft unter Zeitdruck oder aus dem Bauch heraus getroffen werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen immer weiter.Gerade deshalb bin ich überzeugt: Wer seine Einkaufsdaten transparent macht, gewinnt nicht nur Klarheit, sondern echten Handlungsspielraum. Und genau hier beginnt der Unterschied, den digitale Warenwirtschaft und strukturierte Preisvergleiche heute machen können.

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Unsere zwei folgenden Praxisbeispiele zeigen: Transparente Daten bringen Effizienz, Kontrolle und fünfstellige Einsparungen.
Viele Einrichtungen arbeiten noch mit gewachsenen Lieferantenstrukturen, manuellen Preislisten oder Excel-Tabellen. Gerade hier liegen enorme Einsparpotenziale, wenn man die richtigen Daten zur Hand hat. Mit digitalen Preisvergleichen, wie wir sie bei necta für die Lieferantenpreise entwickelt haben, lassen sich diese Potenziale sichtbar machen und aktiv nutzen. Durch strukturierte Analyse, Volumenbündelung und gezielte Verhandlungen entstehen messbare Einsparungen im fünfstelligen Bereich, und das ganz ohne Qualitätsverlust.
Wie digitale Warenwirtschaft funktioniert
Für mich ist eine digitale Warenwirtschaft kein theoretisches Konzept, sondern der entscheidende Hebel, um Einkauf und Küche datenbasiert zu steuern. Wenn alle relevanten Informationen, von der Bedarfsermittlung über den Preisvergleich bis zur Rechnungsprüfung, in einem System zusammenlaufen, entsteht erstmals echte Transparenz.
Unsere Erfahrung zeigt: Besonders im Pflege- und Sozialbereich spielt diese Transparenz eine zentrale Rolle. Sie ermöglicht nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch bessere Planbarkeit bei Personal und Ressourcen. Gleichzeitig reduziert sie den administrativen Aufwand, weil Daten aus Lieferantenportalen, Kassensystemen und Buchhaltungen automatisch zusammengeführt werden. So werden Einkaufsprozesse nachvollziehbar, effizient und auditfähig, und Küchen können sich wieder auf das konzentrieren, was zählt: die Versorgung der Menschen.
Fallbeispiel 1: Seniorenresidenz mit Premium-Gastronomie
Eines der spannendsten Projekte, die ich begleiten durfte, war eine private Seniorenresidenz mit gehobenem Restaurantbetrieb, eigener Küche und regelmäßigen Veranstaltungen. Schon zu Beginn fiel auf, wie stark Preisunterschiede im Einkauf sein können, bei Frischware, Getränken oder Catering-Leistungen lagen die Abweichungen bei bis zu 30 Prozent zwischen vergleichbaren Produkten.
Wir haben die necta-Software eingeführt, um Preise regelmäßig zu validieren. Auf Basis einer detaillierten Analyse des Einkaufsverhaltens konnten zentrale Warengruppen gebündelt und Lieferantenverträge neu verhandelt werden, mit Bonusmodellen und klaren Laufzeitstaffelungen. Ergänzend entstand ein Kennzahlensystem, das Einkauf und Küche erstmals auf eine gemeinsame Datenbasis stellte.
Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Jahren konnten rund EUR 40.000 Euro eingespart werden – etwa zehn Prozent des gesamten Jahresvolumens von rund EUR 400.000.
Für das Folgejahr rechnet die Einrichtung mit einem zusätzlichen Einsparpotenzial von EUR 15.000. Besonders erfreulich: Die gewonnenen Mittel flossen direkt in Qualitätsverbesserungen, wie die Bio-Zertifizierung, eine neue Caféausstattung und ein erweitertes Veranstaltungsangebot für Bewohner:innen.
Fallbeispiel 2: Pflegezentrum mit Tagespflege und externer Verpflegung
Auch klassische Pflegezentren profitieren deutlich von einer strukturierten Einkaufsoptimierung. In einem Projekt, das ich besonders in Erinnerung habe, arbeitete die Einrichtung mit mehreren Lieferanten gleichzeitig, ohne feste Preisbindungen, klar definierte Mengen oder einheitliches Reporting. Die Folge waren Intransparenz, ineffiziente Abläufe und unnötige Mehrkosten.
Durch die Einführung des digitalen Preisvergleichs über alle Warengruppen konnten wir den Einkauf schrittweise zentralisieren. Lieferantenverträge wurden gebündelt, neu verhandelt und durch ein standardisiertes Bestell- und Controlling-System ergänzt. So entstand erstmals ein vollständiger Überblick über Ausgaben, Preisentwicklungen und Bestellmengen.
Das Ergebnis: EUR 35.000 Einsparung innerhalb von zweieinhalb Jahren – rund 9 % des Einkaufsvolumens von etwa EUR 380.000.
Für das kommende Jahr wird ein weiteres Potenzial von EUR 4.000 erwartet.
Noch wichtiger als die Zahlen ist der Effekt im Alltag: Automatisierte Bestellungen, transparente Preisberichte und klare Verantwortlichkeiten haben das Personal deutlich entlastet und die Planbarkeit spürbar verbessert.
Digitale Warenwirtschaft als Zukunftsstandard
Diese Beispiele zeigen exemplarisch, was in vielen Einrichtungen aktuell passiert: Der Einkauf entwickelt sich vom Kostenfaktor zum strategischen Erfolgsinstrument. Digitale Warenwirtschaftssysteme wie necta machen diesen Wandel messbar und schaffen die Grundlage für nachhaltige Effizienz.
Wer seine Daten intelligent nutzt, sichert sich nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch Stabilität in der Versorgung, Verlässlichkeit in der Planung und Transparenz gegenüber Trägern und Bewohner:innen.

Digitale Warenwirtschaft als Hebel für Nachhaltigkeit und Qualität
Ich bin überzeugt: Die Einführung einer digitalen Warenwirtschaft verändert nicht nur Prozesse, sondern auch Haltung. Entscheidungen basieren nicht mehr auf Bauchgefühl, sondern auf Fakten, über Wareneinsatz, Bestellhäufigkeit oder Preisentwicklung.
Diese Transparenz führt automatisch zu mehr Nachhaltigkeit. Durch präzisere Bedarfsplanung werden Überproduktionen reduziert, Lebensmittelabfälle minimiert und Lagerkosten gesenkt. Gleichzeitig wird sichtbar, welche Lieferanten besonders nachhaltig arbeiten oder regionale Produkte anbieten.
Auch in puncto Qualitätssicherung sehe ich klare Vorteile: Hygienestandards, Allergenkennzeichnungen und Chargenrückverfolgungen können direkt im System dokumentiert werden. So bleibt jeder Schritt nachvollziehbar, was Sicherheit schafft – für Einrichtungen, Mitarbeitende und Bewohner:innen gleichermaßen.
Darüber hinaus stärkt die Digitalisierung die Zusammenarbeit im Team. Küchenleitung, Einkauf und Verwaltung greifen auf dieselbe Datengrundlage zu, Entscheidungen sind transparent, Verantwortlichkeiten klar. Gerade in Zeiten von Personalmangel und Kostendruck ist das ein unschätzbarer Vorteil.
So wird die digitale Warenwirtschaft zum zentralen Bindeglied zwischen Effizienz, Qualität und Nachhaltigkeit, und damit zum Fundament moderner Küchenführung.
Mehr Beispiele zur erfolgreichen Einkaufsoptimierung finden Sie in den Erfolgsgeschichten unserer Kunden.
Fazit: Transparenz ist die neue Effizienz
Ich sehe es in vielen Gesprächen mit Küchenleiter:innen und Einkaufsverantwortlichen: Die größten Einsparpotenziale sind oft gar nicht versteckt, sie sind nur nicht sichtbar. Sobald Transparenz entsteht, entsteht Handlungsspielraum. Genau hier setzt necta an.
Mit unserer digitalen Warenwirtschaft schaffen wir die Basis dafür, dass Küchen fundiert entscheiden, wirtschaftlich handeln und gleichzeitig nachhaltig arbeiten können. Das Ergebnis sind Prozesse, die laufen, und Ressourcen, die dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden: bei der Qualität und den Menschen.
Jetzt herausfinden, wie viel Einsparpotenzial in Ihrem Einkauf steckt.
Vereinbaren Sie eine unverbindliche Demo und sehen Sie, wie digitale Warenwirtschaft mit necta in der Praxis funktioniert.

Autor
Klaus Dittel
Leitung Produktmanagement
Klaus Dittel ist Softwareentwickler mit über 30 Jahren Erfahrung und seit der ersten Stunde Teil von necta. Heute unterstützt er das Team als Produktmanager und bringt seine langjährige Erfahrung direkt in die Weiterentwicklung der Plattform ein. In seiner Freizeit ist er gern auf dem Golfplatz – wo, wie in der Softwareentwicklung, Präzision und Gefühl den Unterschied machen oder auf einer ausgiebigen Wandertour, wo Ausdauer und Orientierungssinn gefragt sind.